6. Deutscher Influenza Kongress 2018

13.- 15. September 2018 • Erfurt

6. Deutscher Influenza Kongress 2018

13.- 15. September 2018 • Erfurt

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Über Erfurt

Erfurt ist eine der schönsten und ältesten Großstädte der neuen Bundesländer mit reicher Kultur und wechselvoller Geschichte. Das städtebauliche Profil wurde im Laufe ihrer Entwicklung wesentlich bestimmt von dem bis heute weitgehend erhalten gebliebenen mittelalterlich geprägten historischen Altstadtkern von mehr als 150 Hektar Gesamtfläche. In seiner Geschlossenheit gehört er zu den größten und sehenswertesten in Deutschland und Europa.

Erfurts Wahrzeichen, das in Europa einzigartige Kirchenensemble von Mariendom und Severikirche, überragt majestätisch das Bild der Stadt. Das architektonische Meisterwerk der deutschen Gotik stellt eine ehrfurchtgebietende Leistung der Sakralbaukunst dar. Von europäischem Rang ist auch die Gloriosa (1497), die Königin der Glocken, wegen ihres Wohlklangs seit Jahrhunderten gerühmt. Im Inneren des Doms beeindruckt im gotischen Chor der farbenprächtige Glasfensterzyklus mit seinen 13 annähernd 18 Meter hohen Fenstern, der zu den großartigsten Beständen mittelalterlicher Glaskunst zählt. Zur reichen Ausstattung gehören bemerkenswerte Kunstschätze aus mehreren Jahrhunderten. Zum Dom und zur Kirche St. Severi (1278-1400), Sarkophag des Hl. Severus um 1365, führt eine breite gewaltige Freitreppe.

Am Domplatz befinden sich ein Reihe historischer Gebäude, die die Beschießung 1813 und zahlreiche Stadtbrände überdauert haben. Unter ihnen sind die Grüne Apotheke (18. Jahrhundert) und das Haus Zur Hohen Lilie (1538). An der Ostseite des heute an mehreren Tagen von Marktgewimmel erfüllten weiten Platzes, ist die Einmündung der Marktstraße, einmal Teil der Via regia (Hohe- oder Königstraße) und bevorzugter Sitz von Händlern und Kaufleuten. Rechterhand führt der Weg zu sorgsam restaurierten Baulichkeiten der Großen und Kleinen Arche, z. B. zum Haus zum Sonneborn.

Die Krämerbrücke ist Erfurts interessantestes Profanbauwerk. Die 1325 errichtete steinerne Bogenbrücke über die Gerafurt, durch die einst die Handelsstraße Via regia führte, ist die einzige vollständig mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen. Im Mittelalter befanden sich an beiden Enden der Brücke Brückenkopfkirchen, von der eine, die Ägidienkirche noch heute existiert.

Von der Krämerbrücke biegt die Michaelisstraße ab, auch steinerne Chronik Erfurts genannt. Mehrere traditionsreiche alte Bürgerhäuser erinnern daran noch heute. Auf dem Grundstück Nr. 39 befindet sich das Collegium majus, das 1945 von Bomben zerstörte und 1999 wieder aufgebaute Hauptgebäude der Alten Universität. 
Das Augustinerkloster besitzt wertvolle Glasfenster vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Martin Luther hat hier von 1505 bis 1511 als Mönch gelebt. In den Klosteranlagen befindet sich eine Ausstellung über das Leben Martin Luthers. Heute ist es Stätte der Augustinergemeinde und ökumenisches Tagungsheim.

Am 1. Juni des Jahres 1695 wurde in Erfurt der Grundstein gelegt zu einer der wenigen bis heute noch in wesentlichen Teilen erhalten gebliebenen Stadtfestungen des 17. Jahrhunderts in Deutschland - der Zitadelle Petersberg. Heute ist sie beeindruckendes Zeugnis europäischer Festungsbaukunst des 17. bis 19. Jahrhunderts.
Erst ab 1964 erfolgte die partielle Erschließung der Festung für die Öffentlichkeit, die ab 1990 verstärkt vorangetrieben wurde. So sind heute bereits große Teile der Kasematten, Kaponnieren und Minengänge im Inneren der Anlage wieder zu besichtigen. Die Erschließung der Zitadelle und des Petersberges gehört zu den aufwendigsten denkmalpflegerischen Aufgaben der Stadt Erfurt.
Inmitten der Anlagen der Zitadelle Petersberg befindet sich die Peterskirche. Hirsauer Benediktiner-Mönche erbauten sie 1103-1147 als Pfeilerbasilika. Die durch Kriegseinwirkungen beschädigte und teilrestaurierte Peterskirche wird heute als Ausstellungsraum für das Forum Konkrete Kunst genutzt. Internationale Sammlungen der Malerei, Grafiken und Skulpturen sind hier zu sehen.

Am Fischmarkt, wo sich die Königstraße mit dem alten Nord-Süd-Handelsweg kreuzte, treffen Sie neben dem Rathaus auf weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören der im Volksmund "Roland" genannte heilige Martin im Gewand eines römischen Kriegers (1591) sowie das Haus Zum roten Ochsen (1562), ebenso ein Renaissancebau wie das Haus Zum Breiten Herd (1584). Das Rathaus ist als neugotisches Gebäude am Fischmarkt von 1870 bis 1874 erbaut worden. Es besitzt zahlreiche Wandgemälde im Treppenaufgang und Festsaal. Sie stellen Legenden und Szenen aus dem Leben Luthers und Bilder aus der Erfurter und Thüringer Geschichte und Sagenwelt dar.

Der Anger, von alters her Marktplatz für den Waidhandel (Waidanger), ist in den 70er Jahren dieses Jahrhunderts zu einem Einkaufsboulevard umgestaltet worden. Das und die Tatsache, dass er zahlreiche historische und architektonisch bemerkenswerte Gebäude aufweist, macht ihn besonders reizvoll. Ecke Anger/Trommsdorffstraße liegt das Ursulinenkloster, dessen Ordensschwestern noch heute caritativ wirken.

Ein Besuchermagnet, auf den die Thüringer besonders stolz sind - ist das 36 Hektar große Areal der  „ega Erfurt“, auch der Garten Thüringens genannt. Einen erlebnisreichen Spaziergang durch den Park und die vielgestaltigen, reizvollen Gartenanlagen kann man mühelos mit einer Besichtigung der 500 Jahre alten Cyriaksburg mit ihren Wehrtürmen und alten Befestigungsmauern verbinden. Das größte ornamental bepflanzte Blumenbeet Europas, der größte Spielplatz Thüringens mit dem Kinderbauernhof, die tropischen Pflanzenschauhäuser mit dem Schmetterlingshaus, der attraktive Rosengarten mit seinen imposanten Wasserspielen, der Aussichtsturm mit dem herrlichen Blick über die Stadt - die ganzjährig geöffnete ega ist zu jeder Jahrezeit ein ästhetisches Erlebnis aller erster Güte.
Neuestes Glanzstück der überaus abwechslungsreichen und vielseitigen Parkanlage ist ein Japanischer Fels- und Wassergarten.

Das Museum für Thüringer Volkskunde ist in einem der ältesten Steingebäude der Stadt untergebracht. Das Haus wurde 1547 als Herrenhaus für das städtische Hospital errichtet und dient bereits seit 1882 musealen Zwecken.

Das Stadtmuseum - Haus zum Stockfisch, eines der repräsentativsten Häuser der Spätrenaissance, lädt zu einem Erkundungsgang in die Geschichte einer der ältesten Städte Thüringens ein. Im Juni 1994 wurde das Haus nach Rekonstruktion und Neukonzipierung wiedereröffnet.

Inmitten der Stadt, unweit des Rathauses, liegt am Ufer des Breitstroms die letzte noch funktionstüchtige Wassermühle Erfurts. Neben der funktionstüchtigen Mahlmühle mit Wasserantrieb gibt es Ausstellungsräume, in denen historische Gerätschaften aufbewahrt oder in Kabinettausstellungen die Geschichte der Erfurter Mühlen und die Wasserkraftnutzung beleuchtet werden. Die Neue Mühle selbst gehört zu den zahllosen Mühlen, die in den vergangenen Jahrhunderten den Wasserlauf der Gera säumten. Bis 1982 wurde hier Getreide zu Mehl und Futterschrot verarbeitet. Seit 1992 ist die Neue Mühle Museum.